Russland protestiert gegen Verletzung der diplomatischen Immunität

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Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der US-Botschaft einbestellt und ihm eine Protestnote gegen die geplante Durchsuchung der russischen Handelsvertretung, die am 2. September geschlossen wurde, überreicht.

Das russische Außenministerium betonte, dass das Gebäude der Handelsvertretung russisches Eigentum sei und diplomatische Immunität genieße.

„Wir betrachten die geplante ungesetzliche Durchsuchung des russischen diplomatischen Eigentums ohne Anwesenheit russischer Beamter und die Drohung, die Eingangstür aufzubrechen, als eine noch nie dagewesene, aggressive Handlung, die übrigens auch von den US-Geheimdiensten genutzt werden kann, um eine antirussische Provokation zu fingieren.“

Die US-Behörden sollten aufhören, gegen das Völkerrecht zu verstoßen und sollten nicht die Immunität der russischen diplomatischen Einrichtungen verletzen, so das Außenministerium.
„Andernfalls behalten wir uns das Recht vor, auf der Grundlage der Gegenseitigkeit zu vergelten.“

Am 31. August haben die USA Moskau aufgefordert, bis zum 2. September das Generalkonsulat in San Francisco zu schließen und die Arbeit in der Handelsvertretung in Washington und seiner Zweigstelle in New York sofort zu stoppen. Außerdem haben die USA die Erlaubnis für russische Diplomaten und Missionen, sich im Land zu bewegen, eingeschränkt. Das russische Außenministerium nennt dies eine grobe Verletzung des Völkerrechts.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.