Energieminister: Siemensrestriktionen haben keine Auswirkung auf russische Unternehmen

Gasturbine (Heavy-Duty) von Siemens Bild wdwd CC BY-SA 3.0
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Energie-Minister Alexander Novak erklärte gegenüber Reportern, dass die Maßnahmen von Siemens Russland wenig tangieren.

„Unser Binnenmarkt ist absolut konkurrenzfähig, alles, was Siemens geliefert hat, können andere Unternehmen, einschließlich solche aus dem Elektro-Kraftwerkbau auch liefern. In vielerlei Hinsicht haben wir aufgrund der Importsubstitutionspolitik gelernt, wie man die entsprechenden Ausrüstungen produziert. Ich glaube auch nicht, dass sie [Siemens] unseren Markt verlassen werden. Das wäre kein sinnvoller Schritt für Sie. Für uns birgt es keine Risiken.“

Am 21. Juli hat Siemens bekannt gegeben, dass vier für ein Projekt im südlichen Russland von Siemens produzierte und gelieferte Gasturbinen unter Verletzung der Vereinbarungen auf die Krim weitergeliefert wurden. russland.NEWS hat berichtet.

Die russische Industrie-und Handelsminister Denis Manturov betonte, dass die russische Seite sich bezüglich der Verwendung von Siemens-Technologien bei der Produktion von Turbinen für thermische Kraftwerke in der Krim rechtlich maximal abgesichert habe. Er betonte, dass die thermischen Kraftwerke in Simferopol und Sewastopol mit Turbinen gebaut wurden, die in Russland mit ausländischen Komponenten ausgestattet wurden und ein russisches Zertifikat haben

Die Agentur Reuters berichtete unter Verweis auf eine diplomatische Quelle, dass  wegen des Vorfalls drei oder vier Russischen Bürger auf die EU-Sanktionsliste, gesetzt werden sollen. Insbesondere Vertreter des Energie-Ministeriums, sowie der Unternehmen, die die Turbinen auf die Halbinsel transportiert haben.

[hmw/russland.News]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.