Ein Unglück kommt selten allein

Über die Phobien gegen Russland

Joachim Gauck Grafik:Wilfried Kahrs WiKa QPress.de
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[Gastkommentar von Evelyn Hecht-Galinski] Gauck war am 9. Oktober in Leipzig beim Festakt „25 Jahre friedliche Revolution“ wieder voll und ganz in seinem Element, der pastoralen Besserwisserei und Einstimmung der gesamtdeutschen Bevölkerung auf eine Art der Mitverantwortung, wie er sie sich für uns vorstellt.

Wieder einmal benutzte er diesen Tag, um uns auf die veränderte Lage in der Welt, in der wir mehr “Außenpolitische Verantwortung” zu übernehmen hätten, einzustimmen und mahnte die entschiedene Verteidigung der eigenen Werte an. Was er darunter versteht, hat er uns ja schon bei vielen Anlässen vorgetragen und seine Werte scheinen mir mehr als fragwürdig und nicht die meinen!

Erneut missbrauchte er diesen Tag, um seine diesmal verstecktere Kritik an Russland loszuwerden. Er lobte die Maidan-Bewegung in Kiew und die Protestler in Hongkong, ein Vergleich der mir mehr als fragwürdig erscheint, und wies darauf hin, dass am Rande Europas Normen des Völkerrechts missachtet und militärische Mittel eingesetzt werden. Diese Sätze hätten gut auf die Völkerrechtsverbrechen, den Völkermord in Gaza und die ewige militärisch geschützte Besatzung durch den “Jüdischen Staat” gepasst. Den meinte Präsident Gauck natürlich nicht, sondern er dachte natürlich an seinen Lieblingsfeind Russland! Gauck, schaffte es wieder, sein vergiftetes Verhältnis zu Russland “dezent” einzubauen. In seiner “Rede zur Demokratie”, musste er allerdings zugeben, dass er sich damals im Stich gelassen gefühlt hatte, als viele mutige DDR Bürger diesem Staat den Rücken kehrten, darunter auch mehrere seiner Kinder.

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