Der Sozialismus zum 100. Jahrestag der russischen Revolution: 1917–2017

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[Von David North und Joseph Kishore] – Vor genau einhundert Jahren kam es in Russland zu den Ereignissen von welthistorischer Bedeutung, die mit der Februarrevolution begannen und im Oktober 1917 ihren Höhepunkt erreichten: In „zehn Tagen, die die Welt erschütterten“ wurde die kapitalistische Provisorische Regierung gestürzt, und die Partei der Bolschewiki eroberte unter der Führung von Wladimir Lenin und Leo Trotzki die politische Macht. Der Sturz des Kapitalismus in einem Land mit 150 Millionen Einwohnern und die Gründung des ersten sozialistischen Arbeiterstaats der Geschichte sollten sich als das folgenreichste Ereignis des 20. Jahrhunderts erweisen. Die historische Perspektive, die Karl Marx und Friedrich Engels nur 70 Jahre zuvor im Kommunistischen Manifest von 1847 formuliert hatten, wurde in der Praxis bestätigt.

Der Aufstand der russischen Arbeiterklasse, die Millionen Bauern hinter sich führte, setzte nicht nur der Jahrhunderte währenden Herrschaft einer halbfeudalen autokratischen Dynastie ein Ende. Der gewaltige Sprung Russlands vom „Zar zu Lenin“ – die Errichtung einer Regierung von Arbeiterräten (Sowjets) – bildete den Auftakt zur sozialistischen Weltrevolution und stärkte überall auf der Welt das politische Bewusstsein der Arbeiterklasse und der vom Kapitalismus und Imperialismus unterdrückten Massen.

Die russische Revolution erbrachte – mitten in der Schlächterei des Ersten Weltkriegs – den Beweis dafür, dass eine Welt jenseits des Kapitalismus, ohne Ausbeutung und Krieg, möglich ist. Die Ereignisse von 1917 und ihre Nachwirkungen prägten sich tief in das Bewusstsein der internationalen Arbeiterklasse ein und bildeten die wesentliche politische Inspiration für die revolutionären Kämpfe, die im 20. Jahrhundert weltweit ausbrachen.

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