Zyklon “Felix” sorgt für Sturmschäden entlang der baltischen Küste

Das Sturmtief “Felix” wütetet bereits seit Jahresbeginn und hat entlang der Küste von Kaliningrad bis Litauen grosse Schäden angerichtet. Wo nicht der Wind Bäume entwurzelte und Stromleitungen unterbrach, sorgten Springflut und Hochwasser für Überschwemmungen.

In Kaliningrad wurden zahlreiche Bäume geknickt, und Dächer abgedeckt. Auch das Dach der Kathedrale auf der Pregelinsel musste Ziegel lassen. Nicht verschont wurde auch der Zirkus “Chapiteau”, dessen Zelt neben dem Dom Sowjetow vom Sturm kurzerhand aus der Verankerung gerissen und fortgeweht wurde. Im Kaliningrader Gebiet setzte der Wind über 50 Transformatorsationen ausser Betrieb, was vielerorts zu Stromausfällen sorgte.

Die Baltische Flotte musste wegen der stürmischen See und einer Windstärke von über 30 Metern pro Sekunde ihre Schiffe in der Marinebasis von Baltijsk besonders stark vertäuen. Schon seit drei Jahren hat man keinen solchen Orkan mehr erlebt. An den Stränden von Selenogradsk und Swetogorsk wehte der Wind Absperrungen und Abfalleimer umher. Immerhin brachte die starke Flut auch etwas Kostbares mit sich – tonnenweise Bernstein. Vielerorts stiegen Leute mit speziellen Netzen in die Brandung, um die Bernsteinbrocken, die das Wasser freigespült hatte, einzufangen. Die Bevölkerung begnügte sich mit kleineren Stückchen des “braunen Goldes”, die massenweise an den Strand gespült worden waren.

Weltkriegs-Munition angeschwemmt

Auch weiter nördlich im litauischen Klaipeda stieg am Wochenende der Wasserspiegel stark an und sorgte für überschmemmte Keller. Wind und Wasser hielten Feuerwehr und Rettungsdienste in Atem, und die Behörden forderten die Bevölkerung dazu auf, in den Häusern zu bleiben. Bei der Schlossbrücke riss sich ein Ponton los und drohte die Pfeiler der Börsenbrücke und das weiter unten vertäute Segelschiff “Meridian” zu beschädigen.

Am Strand von Melnrag richtete der Sturm grosse Schäden an. Mehrere Imbissstuben und Holztreppen wurden zerstört oder stark beschädigt.

weiter beim St. Petersburger Herold >>>