WM 2018: Südkorea und Saudi-Arabien vertreten Asien

Foto: TV-Screenshot
image_pdfimage_print

Mittlerweile stehen bereits acht von 34 Mannschaften für die Fußball-WM 2018 in Russland fest. Gestern konnten sich Südkorea und Saudi-Arabien für den erlauchten Kreis der Endrundenteilnehmer qualifizieren. Damit ist die Asiengruppe theoretisch komplett.

Saudi-Arabien gelang vor heimischer Kulisse in Dschidda gegen die bereits seit ein paar Tagen qualifizierten Japaner ein 1:0 und sicherte sich dadurch den zweiten Platz in der Asiengruppe A. Der eingewechselte Stürmer Fallad Al-Muwallad konnte nach einer Stunde das goldene Tor des Abends erzielen, dass den Wüstenstaat nach langer Abstinenz wieder in die Endrunde eines Weltmeisterschaftsturniers katapultierte. Ausschlaggebend für die „Grünen Falken“ sei laut ihrem holländischen Coach Bert van Marwijk die Geduld der Mannschaft gewesen, mit der sie den engen Vorsprung über die Spielzeit brachte.

Insgesamt ist das Turnier nächstes Jahr in Russland die fünfte WM-Teilnahme für Saudi-Arabien. Zuletzt musste das Team jedoch zwölf lange Jahre warten, bis es nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland endlich wieder in den Reigen der Endrundenteilnehmer vorstoßen konnte. Ob die Saudis derzeit spielstark genug sind, um über die Vorrunde hinauszukommen, muss indes erst noch abgewartet werden.

Ein weiterer Vertreter Asiens bei der WM in Russland ist Südkorea. Ein mageres und torloses Unentschieden gegen die Usbeken bescherte der WM-erfahrenen Inselnation im zentralasiatischen Taschkent den sicheren zweiten Platz in der Asiengruppe A. Für die Südkoreaner ist dies nun die zehnte Teilnahme bei einem Endrundenturnier. Im Jahr 2002 waren sie zusammen mit Japan Gastgeber der 17. Auflage des Weltturniers.

Einen Startplatz gibt es in der Asien-Qualifikationsgruppe vielleicht noch zu ergattern. Entscheiden wird es sich zwischen den beiden Drittplatzierten Australien und Syrien. Der Sieger, der nach Hin- und Rückspiel feststehen wird, muss sich dann noch mit dem Vierten der Nord- und Mittelamerika-Gruppe messen.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.