Ukrainisches Munitionsdepot explodiert

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Donnerstagnacht um 3 Uhr Ortszeit ist ein Munitionsdepot in der Nähe der Stadt Charkow explodiert, meldet die Nachrichtenagentur TASS.

Nach Aussagen des ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak deutet alles darauf hin, dass hier ein Sabotageakt vorliegt. Wie der Sabotageakt stattfand ist bisher noch ungeklärt – vom Angriff einer Drohne bis hin zu einer Bombenattacke ist alles möglich. Menschen kamen nicht zu Schaden und die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine sei nicht beeinträchtigt.

Chefankläger Anatoly Matios erklärte, dass es mehrere Explosionen gegeben habe auch in Raketendepots und Speichern für Artilleriemunition.
Der stellvertretende Minister für Infrastruktur Juri Lawrenjuk ergänzte, dass 20.000 Menschen in der Umgebung evakuiert werden mussten und der Luftraum in einem Radius von 40 km gesperrt wurde.

Ein Sprecher der Miliz der Lugansker Volksrepublik äußerte die Vermutung, dass die Kiewer Streitkräfte das Munitionsdepot selbst gesprengt hätten, um zu vertuschen, dass massenhaft Munition fehlt. Die ukrainischen Streitkräfte hätten in großem Stil Waffen verkauft und nachdem sie von der bevorstehenden Visite des stellvertretenden Verteidigungsministers für Rüstung Igor Pawlowski erfahren hatten, habe die Leitung des Depots einen Sabotageakt vorgetäuscht, um die Fehlbestände zu vertuschen.

Der Generalstaatsanwalt der Ukraine erklärte, dass Ermittlungen wegen Sabotage und wegen Fahrlässigkeit eingeleitet worden seien.

[Hanns-Martin Wietek/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.