Ukraine erhält von EBWE 135 Millionen Euro für Umweltsicherheit um

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Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) stellt der Ukraine aus eigener Reserve einen Zuschuss von 135 Millionen Euro für die Förderung der Umweltsicherheit in der Umgebung des Kernkraftwerks „Tschernobyl“ bereit.

Ein entsprechendes Abkommen wurde am Montag in Kiew unterzeichnet. Diese Mittel sollen für die Einrichtung einer neuen Schutzanlage über dem bei der Katastrophe im Jahr 1986 ruinierten vierten Meiler sowie für den Bau eines neuen Behälters für abgebrannten Atombrennstoff von drei anderen Reaktoren verwendet werden.

Bis zum Ende dieses Jahres sollen Dokumente für die beiden Projekte erarbeitet werden. Die Bauarbeiten sollen 2012 zu Ende gehen. Laut Experten wird allein die Einrichtung der Schutzanlage über 600 Millionen Euro kosten. Deshalb wird der EBWE-Zuschuss als ein zusätzlicher Ansporn für die Bemühungen in dieser Richtung betrachtet.

Die EBWE verwaltet über das so genannte „Atomsicherheitskonto“, das für die Finanzierung der Außerbetriebnahme der drei Tschernobyl-Meiler bestimmt sei, sowie über die Tschernobyl-Stiftung „Ukrytije“ („Schutzanlage“), aus der die Arbeiten am vierten Meiler finanziert werden. Diese Stiftung hat bereits Beträge für insgesamt nahezu 800 Millionen US-Dollar erhalten, das Atomsicherheitskonto für 300 Millionen Euro.