Turnen Russland-Cup: Viktoria Komowa ist zurück [mit Videos]

In Pensa kam es zum ersten Mal seit langer Zeit im Turnen wieder zum Duell Mustafina - Komowa, der beiden international erfolgreichsten aktiven Turnerinnen des Landes

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Der Cup von Russland ist nach der Russischen Meisterschaft einer der wichtigsten Wettkämpfe der russischen Turnwelt. Er fand in diesem Jahr vom 28. bis 30. August in der Stadt Pensa statt und stand im Zeichen der Rückkehr der olympischen Silbermedaillengewinnerin Viktoria Komowa.

Komowa musste lange verletzungs- und krankheitsbedingt pausieren und gab bei der Russischen Meisterschaft im April nur ein kurzes Gastspiel bei einem Teil des Wettkampfs. Durch ihren Ausfall lastete viel Verantwortung bei internationalen Konkurrenzen auf der russischen Nummer eins Alija Mustafina, der im Land aktuell außer Komowa kaum jemand das Wasser reichen konnte. In Pensa war Komowa voll wieder da und prompt gewann sie am Stufenbarren (15.367) vor Mustafina (15.267), während diese die Konkurrenz am Boden und auf dem Schwebebalken für sich entscheiden konnte. Auch in der Mannschaft gab es im Prinzip das Duell Mustafina – Komowa, da erstere das Aushängeschild der Moskauer und letztere die der zentralrussischen Mannschaft ist. Am Ende gewann hier die Damenriege aus Moskau vor der aus Sankt Petersburg und eben Zentralrussland.

Komowas überragende Stufenbarren-Vorstellung gibt es online bei YouTube:

Auch Mustafinas Sieges-Vortrag am Schwebebalken ist online zu sehen:

Bei dem Männern gab es keine Einzeldominanz eines Turners. Es gewann Denis Abljasin (15.600) an den Ringen, Nikolaus Koksenkow (15.600) auf dem Pfern und David Bielawski auf dem Boden (15.367). In das Duell Mustafina-Komowa eindringen konnte Alla Sosnizkaja am Sprung (14.534).  Mit Komowas Rückkehr in den Wettbewerb steigen auch wieder Russlands internationale Chancen auf neue Erfolge in der Weltelite, wo man sich in den letzten Jahren meistens den US-Amerikanerinnen geschlagen geben musste. Am Ende noch ein eigener Bericht von uns aus Komowas Verletzungspause und deren Hintergründe von 2013: