Trump-Wahl: Lawrow will erst Taten sehen

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Im Moment kann in Russland noch niemand sagen, ob die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten gut oder schlecht ist. Wie Russlands Präsident Wladimir Putin bereits vor dem Ausgang der Wahl erklärte, werde man mit jedem neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, den das US-Volk auswählt.

Außenminister Sergej Lawrow betonte, dass diese Position beibehalten werde. „Worte gab es viele zu hören, wir werden aber nach Taten urteilen und mit Taten auf Taten antworten“, sagte der russische Außenminister entschlossen. Vorschusslorbeeren hätte man während der Wahl sowieso keinem der beiden Kandidaten eingeräumt. „Ich kann nicht sagen, dass alle früheren Staatschefs unserer Partnerländer in jeder Situation vorhersehbar waren“, so Lawrow. Das sei Teil der Politik.

[mb/russland.RU]

 

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.