Tag der slawischen Schriftsprache und Kultur

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Am 24. Mai wird im slawisch-orthodoxen Raum – insbesondere Bulgarien, Russland, Serbien – der Tag der slawischen Schriftsprache, der Grundlage der slawischen Kultur, gefeiert.

Der Tag erinnert an die Slawenmissionare Kyrill und Method, die im 9. Jahrhundert zum Zweck der Missionierung die kirchlichen griechischen Texte in eine von ihnen entwickelte Schrift für die slawischen Völker übertrugen. Aus dieser altkirchlichenslawischen Schrift entwickelte sich die die kyrillische Schrift. Das Altkirchenslawisch war die Grundvoraussetzung dafür, dass sich eine slawische Kultur entwickeln konnte.

In Russland wird der Tag seit Anfang der 90er Jahre hauptsächlich in Moskau gefeiert und hat im Zuge der immer stärker werdenden Ost-West-Abgrenzung zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Gefeiert wird der Tag mit Gottesdiensten in allen Kirchen und in der Kathedrale feiert der Patriarch die große Gottesliturgie.

Aber im Zuge der Besinnung auf die eigene Kultur wird auch weltlich gefeiert. So findet in  Moskau – man kann inzwischen schon sagen: traditionsgemäß – auf dem Roten Platz ein Konzert der Superlative statt: Auf einer eigens errichteten Bühne sangen über eintausend Sänger und Sängerinnen, begleitet von einem ebenso riesigen Orchester russische Volksweisen.

Einer von russland.ru, der die russischen Weisen besonders liebt, war dabei.

Hier sind Bilder von dem großen Ereignis.

[Hanns-Martin Wietek/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.