St. Petersburg: Kirche bekommt Turm, „gestrandete Mütter“ ein Zuhause

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Die katholische Kirche der „Mariä Heimsuchung“ in St. Petersburg wird seit diesem Sommer renoviert – ein Wunder für Pfarrer Richard Stark und seine Gemeinde, die sich seit Jahrzehnten um die Wiederherstellung des Gotteshauses bemühen. Neben der Renovation erhielt die Gemeinde auch ein Haus für die Organisation „Mutter und Kind“ auf dem Kirchengelände.

Es ist bestimmt nicht übertrieben, von einem Wunder zu sprechen, dass die Mariä-Heimsuchungs-Kirche nach so vielen Jahren vergeblicher Mühe auf einen Schlag von Grund auf überholt wird. Schon fast zwei Jahrzehnte lang versuchte Stark den Bau des berühmten Petersburger Architekten Nikolai Benois, der während der Sowjetzeit zum Forschungsinstitut umfunktioniert worden war, vor dem Zerfall zu retten. Trotz kleiner Fortschritte, musste man sich damit zufrieden geben, dass sich der Zustand der Kirche nicht weiter verschlechterte und man darin Gottesdienst abhalten konnte.

Neben dem jämmerlichen Zustand des Baus hatte man lange Zeit weder Strom, noch Gas und keine Kanalisation. Für alles fehlten entweder Geld oder Genehmigungen. Jetzt gibt es plötzlich alles – Richard Stark ist überglücklich dies ein Jahr vor seiner Pensionierung noch zu erleben. Wie aus heiterem Himmel bewilligte die Stadt 117 Millionen Rubel (knapp zwei Millionen Euro), und das trotz tiefster Krise.

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