Sicherheit kann man nicht kaufen – auch in Russland nicht

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[Kommentar von Eugen von Arb] Noch immer ist Russland geschockt über die beiden Bombenattentaten, die sich kurz vor Neujahr im südrussischen Wolgograd ereigneten und mehr als 30 Menschenleben kosteten.

Der junge Polizist, der in der Eingangshalle des Wolgograder Bahnhofs den Attentäter untersuchen wollte und ihn dadurch vermutlich zwang, die Bombe zu zünden, ist mittlerweile mit höchsten Ehren beerdigt worden. Immer wieder wird betont, dass die Bombe ohne sein Eingreifen noch mehr Menschen getötet hätte.

Niemand spricht davon, dass der Zugriff wohl ein ziemlicher Zufall war. Denn hierzulande weiss jedermann, dass seit dem Bombenattentat am Moskauer Flughafen Domodedowo von 2011 zwar jeder grössere Bahnhof mit Metalldetektoren und Röntgengeräten wurde, dass die Kontrollen aber bereits kurz danach nur noch sehr schlampig durchgeführt wurden. So auch in St. Petersburg, wo die Metalldetektoren an den Bahnhöfen oft völlig verwaist dastanden. Erst nach den Explosionen in Wolgograd wachten überall wieder Bahnpolizisten stramm auf ihrem Posten.

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