Russland bietet USA Hurrikan-Hilfe an

Foto: TV-Screenshot
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Haiti und Kuba befinden sich immer noch im Ausnahmezustand, viele Inseln in der karibischen Region sind sogar komplett zerstört. Der verheerende Tropensturm „Irma“, der seit vergangenem Freitag über die Karibik hinweg peitschte, hat auch weite Teile im Südosten der Vereinigten Staaten verwüstet. Trotz aller politischen Unstimmigkeiten hat Russland den USA Hilfe angeboten.

Mindestens 48 Todesopfer forderte der Hurrikan „Irma“ auf seiner Spur durch die Karibik, allein im Südosten der Vereinigten Staaten von Amerika sollen es bereits fast zwanzig sein. Mit Windgeschwindigkeiten von weit über zweihundert Stundenkilometern fegte der Sturm selbst Gebäude weg wie Streichholzschachteln. Das Rentnerparadies Key West ist fast zu einem Viertel zerstört. 15 Millionen Menschen seien von der Stromversorgung abgeschnitten, heißt es, 6,5 Millionen wurden vorsorglich evakuiert.

Nun bot Russland den betroffenen Länder Hilfe an, auch den USA. „Wir haben gemäß den bilateralen Regierungsabkommen unsere praktische Hilfe angeboten“, teilte Russlands Minister für den Zivilschutz, Wladimir Putschkow, heute der Presse mit. „Momentan lösen unsere Kollegen alle Fragen, schätzen den Schaden ab und bereiten die Anforderungen vor“, sagte Putschkow. Wie er betonte gelte das Rettungspaket für alle zu Schaden gekommenen Staaten.

Zur Frage, ob sich Russland auch den Vereinigten Staaten zur Verfügung stellen werde, äußerte sich der Minister für Zivilschutz, das dies bereits geschehen sei. In rechtsverbindlicher Weise im Rahmen der bilateralen Regierungsabkommen stünden neben Frankreich und Kuba auch den USA die zugesagte Hilfe zu, so Putschkow.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.