Petersburger “Früchte-König” Wladimir Kechman in den Schlagzeilen

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[Von Eugen von Arb] – Nach der skandalträchtigen Entlassung des Nowosibirsker Operndirektors Boris Mesdritsch wegen einer Tannhäuser-Inszenierung wurde an seine Stelle Wladimir Kechman gesetzt. Gegen die Entlassung und die Einsetzung Kechmans, der als “Früchtekönig” und geschäftstüchtiger Direktor des Petersburger Michailowski-Theater bekannt wurde, gingen Kulturschaffende beider Städte auf die Strasse.

Die verworrene Geschichte begann bereits Ende Februar als der Nowosibirsker Mitropolit Tichon eine Klage gegen die zeitgenössische Tannhäuser-Inszenierung des Regisseurs Timofei Kuljabin wegen unzulässiger Verwendung christlicher Symbolik und angeblicher Verletzung religiöser Gefühle einreichte.

Zwar wurde der Regisseur durch einen Gerichtsentscheid von den Vorwürfen freigesprochen, doch wurde das Kesseltreiben gegen ihn und den Direktor des Operntheaters Boris Mesdritsch durch örtliche Abgeordnete der Regierungspartei “Einiges Russland” fortgesetzt und die staatliche Ermittlungsbehörde (SKR) setzte ihre Ermittlungen fort.

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