„Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941–1944“

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Eine zeitgemäße Ausstellung bis 19. März 2017 in Berlin

[Von Verena Nees] – Eine kleine Ausstellung, aber gerade heute von großer Bedeutung: 75 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion und dem Massaker von Babij Jar zeigt das Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ Dokumente, Fotos, Videos und Audiodokumente zu den Massenerschießungen, die deutsche Truppen und Polizeieinheiten auf dem Gebiet der Sowjetunion verübten.

Die Ausstellung „Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941–1944“ richtet das Augenmerk auf die wenig bekannte Tatsache, dass unmittelbar nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 22. Juni 1941 eigens aufgestellte „Einsatzgruppen“ in Zusammenarbeit mit Wehrmacht und Polizei systematisch Erschießungen von Juden, anderen Zivilisten und Rotarmisten durchführten. Für Frauen und Kinder setzten die Kommandeure später spezielle Gaswagen ein, um den Soldaten der Erschießungskommandos den Anblick schreiender Kinder und Frauen zu ersparen.

Ein Aspekt, der gewöhnlich nicht thematisiert wird, ist die Tatsache, dass von den sechs Millionen ermordeten Juden Europas rund 2,1 Millionen in der Sowjetunion nicht in KZs, sondern durch solche massenhafte Exekutionen und Gaswagen ums Leben kamen.

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