Lukaschenko weiß, wo er hingehört

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Bei einem Treffen mit dem Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Valeri Schanzew, hat der weißrussische Präsident Lukaschenko seine Meinung über das, was in den Medien über das weißrussisch-russische Verhältnis berichtet und spekuliert wird, verkündet.

Nachdem er die traditionell engen finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder seit den Sowjetzeiten bis heute und auch im Zusammenhang mit China beleuchtet hatte, kam er zum Kern der Beziehungen der beiden Brudervölker.

Lukaschenko stellte fest, dass Belarus (Weißrussland) sich niemals von Russland ab- und dem Westen zuwenden werde.
„Achten Sie nicht darauf, wenn jemand erzählt, wir würden uns dem Westen oder jemanden anderen zu- und von Russland abwenden. Wir verstehen vollkommen, dass uns im Westen niemand braucht und sie haben mich nie geliebt und daran wird sich nichts ändern.“

Nach seinen Worten befindet sich Weißrussland im Zentrum Europas und muss eine Politik in verschiedenen Richtungen machen, um seine Souveränität und Sicherheit so zu schützen, dass Russen und Weißrussen auf dieser Erde leben können.
„Das ist unser Leben, wir können nicht mit Russland oder mit dem Westen streiten, noch mit der Ukraine. Wäre es gut, zum Beispiel, wenn wir eine Situation wie in der Ukraine hätten?“

Lukaschenko betonte, dass es für die Russen, die in Weißrussland leben, keine Probleme gibt und berührte auch die Sprachenfrage. „Auch wenn wir die weißrussische Sprache nicht vergessen dürfen, ist es doch Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit Russisch spricht, aber wir werden sie [die weißrussische Sprache] nie aufgeben“, sagte er.

[Hanns-Martin Wietek/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.