KANT-Universität – Geburtsklinik für akademischen Separatismus und Verrat?

Foto: commons.wikimedia/Reinhard Ferdinand CC BY-SA 4.0

[von Uwe Niemeier] Extremismus, Separatismus und Germanisierung sind drei Begriffe, die in Kaliningrad in den letzten zwei Jahren mehr und mehr Raum in der gesellschaftlichen Diskussion einnehmen. Nun hat diese Diskussion auch die KANT-Universität, mit ihrem Rektor an der Spitze, erfasst. Im Rahmen der geplanten Bildungsreform in Russland, wird Kaliningrad mit seiner „Albertina“ wohl eine gewisse Rolle spielen.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …, dass ich so nachdenklich bin. Nachdenklich bin ich, weil ich versuche, die gesellschaftlichen Prozesse, die im Kaliningrader Gebiet vor sich gehen, zu analysieren, zu verstehen, einzuordnen und zu erahnen, welches Endziel zu erwarten ist. Natürlich kann man das Endziel ganz einfach definieren: „Ordnung und Sicherheit in der Exklave Kaliningrad auf der Grundlage der russischen Gesetzgebung.“ Gegenwärtig scheint es so zu sein, als ob man in Russland der Meinung ist, dass Kaliningrad nicht ganz den föderalen Vorstellungen über Ordnung und Sicherheit entspricht. Seit Mitte 2016 wurden deshalb umfangreiche Personalveränderungen in den föderalen Machtstrukturen in Kaliningrad vorgenommen. Es verbleiben nur noch wenige föderale Entscheidungsträger in Kaliningrad aus der Zeit der Zukanow-Regierung – obwohl vielleicht naiv gefragt werden kann, was eine Regionalregierung und dessen Leiter mit föderalen Machtstrukturen zu tun hat.

Versuchen wir nun ein weiteres Puzzle in der Entwicklung der modernen Kaliningrader Gesellschaft für unsere ausländischen Leser einzuordnen und erklären, dass wir vermutlich vor einem Großreinemachen im Kaliningrader Bildungs- und Kultursektor stehen.

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