Kaliningrad heim ins Reich – merkwürdige Überlegungen eines russischen Experten

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Täglich durchstreife ich föderale und regionale Nachrichtenportale, Foren, Bloggerseiten – immer auf der Jagd nach Interessantem, wenn möglich sogar Sensationellem. In 99 Prozent aller Fälle finde ich nur Alltägliches. Aber manchmal gibt es die kleinen Rosinen in der Unmenge der Meldungen der russischen Medienlandschaft. Und dann gibt es Meldungen, wo ich frage, ob das alles noch normal ist und was sich der oder diejenige wohl dabei gedacht hat. Und vor allem versuche ich mir vorzustellen, welche Folgen derartige öffentliche Wortmeldungen und Interviews wohl haben werden.

Im Gegensatz zu den in westlichen Medien veröffentlichten Ansichten, dass es in Russland keine Medienfreiheit gibt, bin ich eigentlich ganz anderer Ansicht. All das was ich lese – und hier meine ich die politischen Themen – ruft oftmals bei mir die Frage hervor, wie lange sich der Politiker oder die politische Organisation, oder der in der Gesellschaft engagierte Bürger sich die Veröffentlichungen noch gefallen lässt und wann es die ersten Gerichtsverfahren wegen Beleidigung oder übler Nachrede geben wird. Und dann gibt es Veröffentlichungen, wo mir irgendwie der Gedanke kommt, dass das Gesetz dies als „Versuch der Veränderung der konstitutionellen Ordnung“ bewerten könnte.

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