Jedes Kapitel ein Hotelzimmer – Janusz Leon Wiśniewski und sein neues Buch “Grand”

[Von Eugen von Arb] Der polnische Schriftsteller weigerte sich zwar bei seinem Auftritt in der Petersburger Buchhandlung “Bokvoed”, über Politik zu sprechen, erwies sich aber dennoch als Brückenbauer zwischen Ost und West. Auch das Hotel “Grand” im polnischen Badeort Sopot, in dem sich seine Liebesgeschichte abspielt, ist Treffpunkt der Weltprominenz aus Ost- und Westeuropa.

Der Saal, in der Grossbuchhandlung am Ligowski Prospekt war gerammelt voll. Alle erwarteten mit Spannung den Autoren, der in Russland bereits durch seinen Roman “Einsamkeit im Netz” (2003) zu einer Legende geworden ist und begrüssten ihn mit begeistertem Applaus.

Gespräche mit dem Hotelzimmer

Als erstes erklärte Wiśniewski, warum er als Schauplatz für sein jüngstes Buch ein Hotel gewählt hat – das Fünfsternhotel “Grand” im polnischen Badeort Sopot. In Hotels, sowie in Zugabteilen und Bars sprächen die Leute ganz anders miteinander und vertrauten einander Dinge an, die sie sonst niemandem sagen würden. Ganz einfach deshalb, weil sie damit rechneten, ihr Gegenüber niemals wiederzusehen, erklärte er.

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