Im Spa-Hotel neben dem Panzergraben

Ferientage an der estnisch-russischen Grenze

Foto: © Eugen von Arb/SPb Herold
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[von Eugen von Arb] Spa-Ferien im estnischen Narva, nur wenige Autostunden von St. Petersburg zu machen – diese Idee hatten ich und meine Frau schon vor langer Zeit. Gewissermaßen in den „Vorkriegsjahren“, vor dem neuen kalten Krieg zwischen Ost und West, dessen Beginn die Politologen bereits verkündet haben. Vor dem Krim-Schlamassel fuhren die Russen noch mit der grössten Selbstverständlichkeit in die baltischen Nachbarstaaten, und der Optimismus ließen einen sogar die punktuellen Gehässigkeiten auf beiden Seiten überhören.

In der Zwischenzeit sprechen dieselben Politologen bereits davon, man sei seit der Kubakrise noch nie so nahe an einem Atomkrieg gewesen wie heute. Tatsächlich sitzen mit Kim und Trump zwei seltene Narren am roten Knopf. Man verspottet sie und spürt gleichzeitig das Zittern in den Knien: Was, wenn einer von ihnen tatsächlich aus reiner Geltungssucht drückt?!

Gleichzeitig organisieren die NATO und die russische Armee gewaltige Manöver an der dünnen Nahtstelle, die mitten durch den Narva-Fluss führt. Eine einzige Brücke verbindet die beiden Ufer, die im russischen Iwangorod und in der estnischen Grenzstadt Narva durch zwei mächtige Festungen markiert werden.

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