Gay-Pride-Parade in Kiew

Foto: TV-Screenshot
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Von Tausenden Menschen war die Rede, die heute in der ukrainischen Hauptstadt für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und Transgendern in der Ukraine demonstrierten. Wie es heißt, hätten rund einhundert ukrainische Nationalisten versucht, sich der Gay-Pride-Parade unter dem Motto „Marsch für Gleichheit“ in den Weg zu stellen. Mit christlich-orthodoxen Gegendemonstranten habe es kleine Rangeleien gegeben, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Die Veranstalter der Parade sprachen im Anschluss von gut 10.000 Teilnehmern, die Agentur AFP berichtet von 2.500 Schwulen und Lesben, die unter starkem Polizeischutz durch Kiews Straßen zogen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wurden zwei Ordnungshüter leicht verletzt, als Nationalisten eine Absperrung zu durchbrechen versuchten und eine Regenbogenfahne der LGBT- Bewegung verbrannten. Insgesamt wurden sechs Personen bei der Veranstaltung festgenommen.

Die Europaparlamentsabgeordnete Rebecca Harms von den Grünen, die während der Parade vor Ort war, lobte indes die Bereitschaft der Kiewer Behörden, das Demonstrationsrecht gerade in diesem Fall zu schützen.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.