Erklärung des Ausschreibungssiegers für Sarkophag in Tschernobyl verzögert sich

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Der Sieger des Ausschreibens für die Errichtung eines neuen Sarkophags über dem zerstörten vierten Energieblock des Atomkraftwerkes in Tschernobyl wird nicht eher als in mehreren Wochen erklärt. Das wurde der RIA Novosti in der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) mitgeteilt.

Ein Sprecher der EBWE teilte mit, dass am Dienstag in London eine Versammlung der Teilnehmer des Projektes stattfindet. In dieser Versammlung sollen verschiedene Aspekte der vorliegenden Vorschläge erörtert werden. Zu den Teilnehmern des Ausschreibens gehören ein Konsortium mit der amerikanischen Firma SHM2HILL an der Spitze und das französische Konsortium NOVARKA.

Zuvor hatten einige Massenmedien unter Berufung auf den ukrainischen Minister für Katastrophenschutz Viktor Baloga berichtet, dass der Sieger des Ausschreibens am 14. Februar in London nach Abschluss der Versammlung bekannt wird.

„In Wirklichkeit werden jetzt noch Vorschläge behandelt, und die Behandlung kann noch einige Wochen dauern“, hieß es von der EBWE. Der EBWE-Sprecher präzisierte, dass der Sieger der Ausschreibung von Vertretern des Tschernobyl-Kraftwerks in Zusammenarbeit mit allen Interessenten bekannt gegeben werden soll.

Im Mai 2005 haben die Länder, die für das AKW in Tschernobyl spenden, vereinbart, zusätzlich circa 200 Millionen Dollar für die Errichtung eines neues, sichereren Sarkophags über dem beschädigten Energieblock 4 auszuschütten.

Der internationale Tschernobyl-Fonds, dem 28 Länder angehören, wird von der EBWE verwaltet. Insgesamt hat die Stiftung etwa 1 Milliarde Dollar gesammelt. An der Finanzierung des Projektes sind die G8-Länder, die EU und die Ukraine, in der das Kraftwerk liegt, beteiligt. Die Bauarbeiten sollen 2007 beginnen und 2008 bis 2009 abgeschlossen werden.

Der EBWE-Präsident Jean Lemierre begrüßte die Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln und zeigte sich sicher, dass das Projekt in den festgelegten Fristen fertig werde. Die EBWE hoffe, dass die ukrainische Regierung die Verwendung der bereitgestellten Mittel hart kontrollieren werde, so Lemierre.