Endlich zuhause – Spartak Moskau weiht sein neues Stadion ein

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Mit einem Freundschaftsspiel gegen den Roten Stern Belgrad (1:1) hat Spartak Moskau am Freitag seine neue Arena eingeweiht, die nach der Bank „Otkrytije“ benannt wurde. Das Stadion mit seinen 42.000 Plätzen ist die zweite von zwölf Spielstätten für die WM 2018, die bisher fertiggestellt werden konnten. Die Otkrytije-Arena ist der erste Schritt, um Moskaus notorischem Stadionmangel abzuhelfen.

„Endlich haben wir ein Zuhause!“ – dieses Motto zog sich am Freitag durch viele Äußerungen von Spielern, Veteranen und Fans der „Rotweißen“. Verständlich, denn es klingt zwar wie ein Märchen, ist aber die reinste Wahrheit: der einst beliebteste Club Russlands hat in seiner langen Vereinsgeschichte niemals eine eigene Arena gehabt und zog jahrzehntelang von einem Moskauer Stadion ins andere.

Nun ist es also soweit: Am nordwestlichen Stadtrand ist innerhalb der letzten vier Jahre eine moderne und sympathische Spielstätte entstanden, in der Spartak demnächst seine Heimspiele austragen wird. Die Arena könnte auch locker ein Champions League- oder Europa-Liga-Finale ausrichten, ist sie technisch doch auf dem allerneuesten Stand. Auf jeden Fall gehört sie zu den Austragungsorten der WM 2018.

Bei dem Spiel am Freitag waren 37.734 Zuschauer anwesend. Zrvena Svezda (Roter Stern Belgrad) war wegen der alten Freundschaft zwischen den Fans als erster Sparringspartner ausgewählt worden. Eigentlich sollte das Eröffnungsspiel gegen Dynamo Kiew ausgetragen werden, der Verein aus der ukrainischen Hauptstadt weigerte sich aber wegen der politischen Lage, nach Moskau zu kommen.

Vor dem Stadion erhebt sich die 20 Meter hohe Statue eines Gladiators, des Vereins-Symbols. Drinnen steht hinter dem Tor vor der Fankurve eine Denkmalgruppe aus vier Figuren, die der berühmten Fußballerfamilie der Starostins gewidmet ist – alle vier Brüder spielten für den Verein; Nikolai, der älteste, war jahrzehntelang Klub-Präsident.

Mit der Otkrytije-Arena in Moskau ist das zweite WM-Stadion fertiggestellt. Die Kasan-Arena war erst im August eröffnet worden. Der Bau des Zenit-Stadions in St. Petersburg geht nach langen Verzögerungen und endlosen Korruptionsskandalen inzwischen zügig voran – es soll 2016 eingeweiht werden.

In Moskau sind zurzeit gleich drei Stadien im Bau. Das große Olympiastadion in Moskau wird derzeit völlig umgebaut, damit es tauglich wird, 2018 das WM-Finale auszutragen. ZSKA und Dynamo basteln an eigenen Arenen. Bis letzten Freitag war in Moskau nur ein einziges Stadion bespielbar, nämlich das von Lokomotive. Dort hatte zuletzt auch Spartak seine Heimspiele ausgetragen. ZSKA und Dynamo müssen mit der Spielstätte im Vorort Chimki Vorlieb nehmen; der Aufsteiger Torpedo Moskau – ebenfalls stadionlos – nutzt das die Arena in Ramenskoje, einem weiteren Moskauer Vorort.

[sb/russland.RU]