Durchschnittliche Lebenserwartung in Russland erstmals über 72 Jahre

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Durchschnittlich ganze 72,4 Jahre werden die Russen mittlerweile alt. Das ergab eine Erhebung für das erste Halbjahr 2017. Ganze sechs Monate konnten im Vergleich zu 2016 zugelegt werden. Die Unterschiede bei den Geschlechtern sind allerdings immer noch deutlich erkennbar.

Laut der Nachrichtenagentur Tass ist es nun amtlich: Russische Männer haben derzeitig eine Lebenserwartung von 66,5 Jahren, die der Frauen liegt inzwischen bei 77 Jahren. Dies gab am Montag Olga Golodets, die stellvertretende Ministerpräsidentin für soziale Angelegenheiten, vor der Presse bekannt. Das sei rund ein halbes Jahr mehr als noch im Jahr 2016, wie die Statistiker der staatlichen Agentur Rosstat für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres ermittelten.

Wie Golodets erklärte, sei dies auf die konsequente Arbeit der Regierung zurückzuführen, die eine kontinuierliche Senkung der Sterblichkeitsrate erreichen will. Staatliches Ziel sei es, die Lebenserwartung durch Vorsorge zu erhöhen. Die Sterblichkeitsrate sei von 13,2 pro 1.000 Einwohner auf 12,9 Menschen gesunken.

Hauptverantwortlich für den Anstiegs der Lebenserwartung seien „Fragen im Zusammenhang mit Gesundheit und Bevölkerungsentwicklung“, so die stellvertretende Ministerpräsidentin. Das Kabinett werde sich nach ihren Worten weiterhin darauf konzentrieren.

Ohnehin liege auf dem Land die Lebenserwartung bereits bei 71,8 Lebensjahren. Auch das sei ein Novum in der demographischen Entwicklung Russlands, heißt es.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.