Donezk: 1.000 bis 100.000 Prorussen mit Kraft-Kommentar [Video aus YouTube]

Der wohl kraftvollste politische Kommentar aus der Ostukraine wird in Russland zum YouTube-Hit

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Dieses gestrige Amateurvideo aus Donezk von der dortigen prorussischen Demo gehört zu den meistgeschauten des russischen Internets am gestrigen Tag und hatte innerhalb eines Tages über 150.000 Zuschauer.

Der „begeisterte“ Filmer macht im Kommentar seinem Unmut Luft, dass die ukraischen Staatsmedien an diesem Tag  von 1.000 bis 3.000 prorussischen Demonstranten berichteten. Nach seiner Auffassung seien es 100.000 und das alles der Untergang dieser Banditen in Kiew. Diese Beschreibung des Kommentars ist … äh … leicht abgemildert, da der O-Ton etwa alle drei Sekunden ein russisches Schimpfwort enthält, das wir nicht übersetzen könne, ohne dass sich unsere Seite rot färben würde. Auch die Bemerkungen über die ukrainischen Journalisten sind mit „gekauft“ nur sehr vage übersetzt. Das häufigste Wort ist „bljat“. Die Übersetzung „ficken“ aus Online-Übersetzern ist allerdings etwas irreführend. Man gebraucht es eher wie „scheiße“, es ist aber eine Spur härter und hat je nach Situation diverse Einsatzmöglichkeiten (deshalb ist es so häufig im Video). Wer uns als erstes die korrekte Anzahl der „bjats“ unter dieses Video postet, bekommt von uns eine Gratis-CD eines unserer Soundtrack-Lieferanten geschenkt 🙂

Den russischen Zuschauern hat es wohl gefallen – prorussische Sympathisanten und Kraftausdrücke sind halt beliebt. Da wir uns nicht in den USA befinden und viele Deutsche ja keine umfassenden Kenntnisse der russischen Fäkalsprache haben, präsentieren wir das alles unzensiert und ohne „Wegpiepsen“. Wer aber gut Russisch kann und sehr empfindlich bei Schimpfworten ist, sollte den Ton ausstellen.

Ah ja, für den Beweis seiner These von den 100.000 Demonstranten hätte der Mann vielleicht besser nicht unbedingt die Demo durch Bäume gefilmt. Vom Sprechchor her waren aber wirklich wohl keine 3.000 oder gar nur 1.000 Prorussen unterwegs. Und dass dies der Untergang der „Banditen aus Kiew“ sein könnte, wollen wir zumindest, was die Ostukraine angeht, nicht in Frage stellen. Wir wollen uns ja mit den Einheimischen nicht anlegen.

http://www.youtube.com/watch?v=wF_SNvgCmhs