Bojko: Wahldebatte wird Position Poroschenkos nicht verbessern

Bojko: Wahldebatte wird Position Poroschenkos nicht verbessern

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Jurij Bojko prognostiziert, dass der zweite Wahlgang am 21. April nichts anderes als der erste ergeben wird. Daran werde auch die Debatte des derzeitigen Staatschefs Petro Poroschenko mit seinem Gegner Vladimir Selenski im Stadion „Olympic“ nichts ändern.

„Ich werde meine Anhänger definitiv auffordern, nicht für den Amtsinhaber Petro Poroschenko zu stimmen, denn diese Phase ist bereits vorbei“, sagte Bojko am Dienstag auf Russland 24.

„Fünf Jahre Stillstand, Hass, Krieg und wirtschaftlicher Zusammenbruch sind das Ergebnis seiner Aktivitäten. Und ich glaube nicht, dass er irgendwelche Worte finden wird, damit die Leute ihm glauben und für ihn stimmen. Die Debatte wird also höchstwahrscheinlich nichts bringen. Und es ist schwer, dies eine Debatte zu nennen, es ist nur eine Show. Und ich denke, dass sich der Trend, der in der ersten Runde war, in der zweiten Runde fortsetzen wird.“

Auch sei es unmöglich, über mögliche Verbesserungen in den Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine im Falle des Sieges von Selenski zu urteilen, da es in seinem Umfeld genügend Personen gäbe, die die antirussische Rhetorik teilen.

„Nach seinen, Jelenskis, Aussagen zu urteilen, ist das noch nicht klar, deshalb sind wir sehr vorsichtig mit seinen Aussagen und seinen Beratern. Es gibt viele Menschen in seinem Umfeld, die über Russland genauso sprechen wie der derzeitige Präsident“, so Bojko.

Poroschenko hat derweil in seinem Telegrammkanal eine Botschaft veröffentlicht, in der er seine Anhänger auffordert, jeweils drei Freunde davon zu überzeugen, dass sie im zweiten Wahlgang für ihn stimmen.

„Wenn Sie die Rache stoppen wollen, überzeugen Sie drei Freunde und Bekannte, den EU- und den NATO-Kurs am 21. April zu unterstützen. Überzeugen Sie sie, zur Wahl zu kommen und für die Ukraine zu stimmen. Überzeuge drei Freunde und Bekannte, die zögern“, schrieb er am Dienstag.

[hmw/russland.NEWS]

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