Bitcoins als Zahlungsmittel der Zukunft bei der WM 2018

Kryptowährungen sind weltweit in aller Munde und werden immer mehr auch im Alltag benutzt. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland war der ideale Test für das potenzielle Zahlungsmittel der Zukunft.

Seit Russland 2014 U.S. Sanktionen auferlegt wurden, sind digitale Zahlungen in Russland weniger populär. Große Anbieter wie Visa und MasterCard wurden gezwungen, ihre Leistungen einzuschränken und letztes Jahr sogar vom Russischen Zentrum für Finanztechnologien Fintech geblockt. Die Russische Zentralbank hat hingegen ihr ganz eigenes Zahlungssystem kreiert: Mir (das bedeutet so viel wie „Frieden“). Mir soll die Digitalisierung der Russischen Wirtschaft vorantreiben und vor allem Sicherheit garantieren. Für Internationale Besucher bringt das natürlich ein paar Probleme mit sich, denn außerhalb Russlands gehören Visa und MasterCard bereits zum Standart. Mit der Fußball-WM konnte ein großer Andrang von Internationalen Touristen natürlich nicht verhindert werden – und so mussten Alternativen zur Kreditkarte gefunden werden. Was bietet sich da besser an, als der digitale Trend der Kryptowährungen?

Bitcoin ist die wohl Bekannteste unter den digitalen Währungen. Bereits bei der letzten Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien konnte man Wetten mit Bitcoin abschließen, aber in den letzten Jahren hat sich viel getan. Bitcoins werden schon seit einer Weile als potenzielles Zahlungsmittel der Zukunft gehandelt. Der Vorteil von Kryptowährungen ist, dass sie lediglich digital existieren und komplett dezentral agieren, das heißt unabhängig von jeder Bank. Alle Transaktionen sind außerdem komplett transparent und einsehbar, was große Sicherheit garantiert. Die Verarbeitung der Daten wird dabei nicht von einer Stelle geleitet, sondern in der ganzen Welt verteilt. Als sogenannter Miner kann so jeder mit der entsprechenden Bitcoin Miner Software an der Verarbeitung, Synchronisierung und Absicherung des Systems teilhaben. Im Gegenzug wird er dann für seine Dienste wiederum mit Bitcoins belohnt.

Quelle: Pixabay

Auch die WM in Russland konnte diesem Trend nicht entkommen – denn dieses Jahr wurden mehr als 700.000 ausländische Fußballfans in Russland beherbergt. Mit dieser Anzahl an potenziellen Kunden sahen viele Händler eine große Möglichkeit. „Wir haben uns entschieden, dass es Fans möglich sein sollte, unsere Leistungen mit Hilfe dieser innovativen Technologie zu bezahlen“ sagte Anna Subbotina, Managerin von Apartments Malina, einer Russischen Hotelkette. Demzufolge konnte in vielen Hotels und Bars bereits mit der Kryptowährung bezahlt werden. Mit Bitcoins konnte man so zum Beispiel bequem im SPBInn in St. Petersburg sein Zimmer buchen oder in der Bar Pivoteka 465 in Moskau sein Bier bezahlen. Auch Fluglinien und Reiseagenturen akzeptierten Bitcoins als Zahlungsmittel. Die Fluglinie Cheapair handelt schon seit 2013 mit Bitcoins und ist neben der Online-Agentur Destinia eine der ersten Anbieter, bei der Billigflüge nach Russland mit Kryptowährungen bezahlt werden konnten – so stand für viele Fans der Reise nach Russland nichts mehr im Wege.

Fußball ist unumstritten der beliebteste Sport der Welt, und mit der Einführung von Kryptowährungen beim bekanntesten Event für Fußballfans ist der Startschuss gesetzt für eine bargeldlose Zukunft. Die Etablierung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel wird zwar langsam von Statten gehen, sich aber stetig verbessern. Es ist also durchaus nicht unwahrscheinlich, dass bei der nächsten WM 2022 in Katar der Einsatz von Bitcoin und Co. schon Gang und Gäbe sein wird.

 

 

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