Abreise eines Diplomaten – Fragen bleiben offen

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MEINE MEINUNG, … mit deutschem akzent, kommentiert russische wirtschaftliche, politische, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse aus dem Blickwinkel eines Deutschen. Die Rubrik ist der Versuch, mit etwas BLOGGER-Hintergrundwissen dem deutschen Leser die manchmal nicht einfachen Verknüpfungen in der russischen Realität etwas verständlicher zu machen.

Abreise eines Diplomaten – Fragen bleiben offen

Diplomaten leben immer „auf Koffern“. Der Entsendestaat gibt ihnen die Möglichkeit drei, manchmal vier Jahre, in wenigen Ausnahmefällen auch mal länger an einem Ort zu verweilen – wenn dies dienstlichen Notwendigkeiten und persönlichen Wünschen entspricht. Manchmal aber entscheidet auch der Staat, dass ein weiterer Verbleib eines Diplomaten nicht „sinnvoll“ ist.

Im deutschen Generalkonsulat in Kaliningrad ist es nicht das erste Mal passiert, dass deutsche Mitarbeiter, entgegen ursprünglicher Planung, vorzeitig abberufen werden. Den ersten Fall hatten wir schon im Jahre 2005, also nicht ganz ein Jahr, nachdem das Generalkonsulat Domizil in Kaliningrad genommen hatte. Der damalige Fall hatte „innenpolitische“ Gründe, also Dinge, die wirklich nur das Generalkonsulat betrafen und für die Russen nur von sehr mäßigem Interesse waren. Jetzt hat ein, in der Hierarchie doch recht hochstehender deutscher Beamter, Kaliningrad vorzeitig verlassen, denn noch zu Anfang des Jahres 2014 plante der Vizekonsul für Kultur und Pressearbeit Daniel Lissner, seinen Aufenthalt um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern. Nun kam es anders. Die Gründe hierfür haben wir in der vergangenen Woche in zwei Beiträgen auf unserem Portal publiziert.

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