Kreml-Berater Wladimir Medinski hat angeregt, deutsche heraldische Elemente aus der offiziellen Symbolik Kaliningrads und anderer Städte der Region zu entfernen. Auf dem Baltischen Kulturforum sagte er, in den Wappen mehrerer Kommunen seien deutsche Vorlagen „überreichlich“ präsent; teils handle es sich praktisch um Neuauflagen früherer deutscher Stadtwappen.
Medinski betonte, es gehe nicht darum, deutsche Kultur aus der Geschichte zu tilgen. Historische Bezüge zu Königsberg und Ostpreußen sollten jedoch aus seiner Sicht Teil wissenschaftlicher Aufarbeitung bleiben und nicht die aktuelle öffentliche Symbolik prägen. Kaliningrad sei eine russische Stadt, die nach dem Krieg weitgehend neu aufgebaut worden sei.
Der Kreml-Vertreter ist der Ansicht, dass „historische Rückblicke“ dieser Art im Bereich der wissenschaftlichen Forschung verbleiben sollten und nicht in das öffentliche Bewusstsein gelangen dürfen.
Im Jahr des 80. Jahrestags der Gründung des Kaliningrader Gebiets regte Mediński außerdem an, Museumsprojekte und Ausstellungen zur Eroberung des damaligen Königsbergs durch die Rote Armee stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

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