Russland zieht eine Beteiligung der Vereinten Nationen an den geplanten Ukraine-Verhandlungen derzeit nicht in Betracht. Der stellvertretende Außenminister Alexander Alimow verlangt dafür einen ausdrücklichen Auftrag der Mitgliedstaaten.
Die UNO müsse im Namen ihrer Mitgliedstaaten handeln, erklärte Alimow am Montag gegenüber Interfax. „Nicht das Sekretariat, sondern wir sind die Vereinten Nationen“, sagte er. Sobald die Organisation entsprechende Befugnisse und ein Mandat erhalte, sei ihre Mitwirkung willkommen. Gegenwärtig stehe dies jedoch nicht zur Debatte.
Die Äußerung fällt in die Vorbereitung einer neuen Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA. Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow soll diese in der ersten Novemberhälfte in Abu Dhabi stattfinden. Einen genauen Termin nannte er zunächst nicht. Wladimir Putin und der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatten bei ihrem Treffen am 21. Oktober in Sankt Petersburg die Wiederaufnahme des dreiseitigen Formats vereinbart.
Alimows Aussage lässt eine spätere Beteiligung der Weltorganisation grundsätzlich offen, bindet sie aber an Bedingungen. Dabei ist zwischen dieser politischen Forderung und den allgemeinen Möglichkeiten des UN-Generalsekretärs zu unterscheiden: Nach Darstellung der Vereinten Nationen kann dieser seine guten Dienste und Vermittlung auch aus eigener Initiative anbieten – ebenso auf Wunsch von Konfliktparteien oder auf Ersuchen des Sicherheitsrats beziehungsweise der Generalversammlung. Ein solches Angebot verschafft ihm allerdings noch keinen Platz am konkreten Verhandlungstisch

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