4:0 gegen Liechtenstein – Russland startet mit Kantersieg in die EM-Qualifikation

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Das erste Spiel in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2016 war für Russland eine leichte Übung. „Fußballzwerg“ Liechtenstein konnte der Sbornaja nicht viel entgegensetzen und setzte die ersten beiden Treffer für die Russen auch noch selbst ins eigene Tor. Star des Abends war zweifelsohne Artjom Dsjuba von Spartak Moskau.

Genau wie das Freundschaftspiel in der vorigen Woche gegen Aserbaidschan stieg die Begegnung in der Arena Chimki vor den Toren Moskaus. Immerhin kamen etwas mehr als 11.000 Zuschauer, also ungefähr dreimal so viele wie beim letzten Spiel. Und doch lässt das geringe Zuschauerinteresse ahnen, dass die Russen ihrer Nationalelf die Pleite in Brasilien immer noch nicht verziehen haben.

Das Match hatte kaum begonnen, da fiel auch schon das erste Eigentor der Gäste. In der 4. Minute fälschte Martin Büchel einen Fernschuss von Sergej Ignaschewitsch so ab, dass Liechtensteins Keeper Peter Jehle nicht einmal reagieren und dem im Netz zappelnden Ball nur fassungslos hinterher gucken konnte.

In dem Moment roch es nach einer herben Klatsche für die Kicker aus dem kleinen Fürstentum. Aber bis zur Pause fiel trotz mehrerer russischer Chancen kein weiteres Tor. Die Zuschauer forderten indessen immer lautstärker, Artjom Dsjuba solle eingewechselt werden. Den hatte Cheftrainer Fabio Capello lange Zeit schlichtweg ignoriert und erst jetzt endlich zur Vorbereitung auf den neuen Spielzyklus eingeladen.

Beim Anpfiff zur zweiten Hälfte stand er denn auch auf dem Platz. Und dann trat das ein, was die Lateiner so schön mit „Er kam, sah und siegte“ ausdrücken. Nachdem Jehle einen starken Schuss von Dsagojew pariert hatte, beförderte Burgmeier die Kugel erneut ins eigene Tor.

Weiter, besser: Nach einem Foul an Dsjuba im Strafraum verwandelt Kombarow sicher vom Elfmeter-Punkt. Und das Sahnehäubchen setzte Dsjuba dann selbst – mit dem gelungenen Abschluss eines von Samedow und Kokorin eingeleiteten Angriffs.

Russland hat sich also zurückgemeldet, und man möchte hoffen, der Ärger wegen der schwachen Leistung bei der WM und die Wut gegen Capello seien langsam verraucht. Am 9. Oktober geht es im zweiten Qualifikationsspiel auswärts gegen Schweden.

[sb/russland.RU]