YouTube-Megahit: Winnie Puuh und die „Bienen“ [Video aus YouTube]

Der Orenburger Schulaufführungs-Bienenschwarm bricht alle Zuschauerrekorde

Bildschirmfoto 2015-04-15 um 10.03.31
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Da war die Stelle bei der Schulaufführung, wo Winnie Puh bemerkte, dass kein Honig mehr da ist.

Das war genau der Moment, wo dann der „Bienenschwarm“ auftreten musste und  wahrscheinlich der Direktor der Schule in Orenburg, was kurz vor der kasachischen Grenze liegt und etwa so groß ist wie Nürnberg, irgend eine Reaktion zwischen herunterfallender Kinnlade und Ohnmachtsanfall gezeigt hat.

Und dann war der weitere Moment, wo jemand diesen interessanten Ausschnitt der betreffenden Schulaufführung im russischen YouTube gepostet und damit einen neuen Mega-Hit ausgelöst hat, der mit über acht Millionen (!) Zuschauern in drei Tagen alles in den Schatten stellt, was seit Jahresbeginn im russischen Netz gepostet wurde. Koreographiert irgendwo zwischen Borisoglebsk und Brooklyn. Am Ende ist übrigens wieder der Original-russische Winnie Puuh (dort Winni Puch) zu hören, nur falls das jemand interessiert. Jaja, wir wissen es, in Deutschland gäb´s so was nie und nimmer, ein Skandal, was die Orenburger da treiben 🙂

+++ Update und Ergänzung +++

Jetzt sind es 10 Millionen Zuschauer und es sind immer noch drei Tage. In Russland ist rund um das Video eine riesige Diskussion ausgebrochen und der ausführenden Tanzschule stehen Probleme ins Haus. Der Kinderschutzbeauftragte Pawel Astachow nannte das Video eine „Schweinerei“, während sich die Duma-Abgeordnete Maksakowa wiederum über die Kritiker und ihre Heuchelei ereiferte. Nationalistisch gesinnte Kritiker des Spektakels ereifern sich vor allem darüber, dass schwarz-orangene Kostüme verwendet wurden – Farben, die man sonst in Russland mit dem Georgsband in Verbindung bringt. Wobei die Farbwahl wohl eher damit zu tun hat, dass Bienen nunmal so aussehen. Die Diskussion um den Film füllt auch Russlandweit die Kommentarspalten und ist Top-Thema in der Region selbst, die schon früher umstrittene Kultur-Exporte ins übrige Russland losgetreten hat. Auch den schon etwas heftigen Bienentanz sollte man wohl nicht überdramatisieren.