WM 2018: Willkommen Spanien, Nigeria und Costa Rica

Foto: myakim CC0 Creative Commons via Pixabay
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Allmählich füllt sich das Feld der Teilnehmer bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Die Qualifikationen gehen in den Endspurt und ein gutes Drittel der Mannschaften, die dem Turnier beiwohnen werden steht mittlerweile fest. Bei so manchem Favoriten heißt es noch hoffen, bangen und ausharren, wie sich die Konkurrenz anstellt.

Seit Freitagabend ist es amtlich, Spanien ist dabei. Mitten im Trubel der politischen Streitigkeiten um die Provinz Katalonien sicherte sich der der Weltmeister 2010 den begehrten Startplatz für das Turnier 2018. Mit einem souverän herausgespielten 3:0 gegen Albanien ließ die „La Furia Roja“ keine Zweifel an ihrer Tauglichkeit für die große Fußballbühne. Im Blickpunkt des Geschehens stand Gerard Piquè vom FC Barcelona, der die Debatte um die katalonischen Autonomiebestrebungen schürte und daraufhin herbe Kritik von den Anhängern erntete. Die Tore von Rodrigo, Isco und Thiago übertünchten jedoch die nicht gerade spärlichen Unmutsäußerungen gegen den „Abtrünnigen“.

Auch aus der Qualifikation in der Afrika-Gruppe, die sich derzeit noch am Längsten hinzieht, gibt es Positives zu vermelden. Als erster Teilnehmer für die WM 2018 steht nun Nigeria fest. Ein 1:0 gegen Sambia in Uyo genügte den „Super Eagles“, um die erste Hürde für das große Turnier zu meistern. Nigeria stellt inzwischen mit sechs Teilnahmen seit 1994 eine feste Größe im WM-Geschehen und ist gemeinsam mit Kamerun der Beweis dafür, dass der „Schwarze“ Kontinent längst den Kinderschuhen des internationalen Fußballs entwachsen ist. Es bleibt nun abzuwarten, ob den „Adlern“ mit ihrem deutschen Trainer Gernot Rohr ein erfolgreiches Turnier beschieden sein wird.

Still und heimlich hat sich das Team von Costa Rica ebenfalls unter die Teilnehmer in Russland geschlichen. Nahezu unbemerkt, da das Hauptaugenmerk weltweit auf das Abschneiden der lange Zeit von Jürgen Klinsmann trainierten USA gerichtet war. Ein 1:1 Unentschieden gegen Honduras genügte dem mittelamerikanischen Team für die vorzeitige Entscheidung in der Nord- und Mittelamerika-Qualifikationsgruppe. Die Erlösung war groß, als Kendall Watson endlich den alles manifestierenden Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte. Die „Ticos“ nehmen somit zum fünften Mal in Folge an einer WM-Endrunde teil und sind neben Mexiko die große Hoffnung Mittelamerikas in Russland.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.