WM 2018: Deutschland und England mit am Ball

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Es war eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche. Der diesjährige ConFed-Cup-Gewinner nimmt auch an der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland Teil. Außerdem sicherte sich England gestern Abend seinen Startplatz bei dem Weltbesten-Turnier im nächsten Jahr. Die Entscheidungen in der Europa-Gruppe ließen mitunter lange auf sich warten.

Daran gezweifelt hatte niemand, dass die deutsche Auswahl auch beim anstehenden Turnier der Weltbesten Fußball-Teams teilnehmen wird. Zum 19. Mal wird „Die Mannschaft“, wie sich die deutsche Nationalmannschaft inzwischen nennt, in Russland um den begehrten Titel kämpfen. Die endgültige Entscheidung in der Europa-Gruppe der Qualifikationsrunde ließ jedoch lange auf sich warten. Zu ausgeglichen sind mittlerweile die Konkurrenten und die sogenannten „Fußballzwerge“ längst den Kinderschuhen entwachsen.

Die DFB-Elf nutzte gestern Abend ihre Chance, noch vor dem letzten Spieltag der Gruppe C der Europa-Qualifikation. Ein frühes Tor in der zweiten Spielminute läutete den 3:1-Sieg der rundum verjüngten Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw in Belfast gegen den nun Gruppenzweiten Nordirland ein. Auch wenn sie sich daraufhin nur auf das Nötigste beschränkte, spürte man deutlich den frischen Wind, der seit dem Achtungserfolg bei der Generalprobe ConFed-Cup durch die Mannschaft weht. Mit dieser Einstellung des viermaligen Weltmeisters sollte einer erfolgreichen Endrunde somit nichts mehr im Wege stehen.

Als vierter europäischer Teilnehmer des Turniers neben Gastgeber Russland, Belgien und Deutschland starten die „Three Lions“ aus England in das Abenteuer Fußball-Weltcup 2018. Mit 23 Punkten sicherten sie sich den unangefochten ersten Platz der Europa-Gruppe F, nachdem im altehrwürdigen Londoner Wembleystadion Slowenien minimalistisch mit 1:0 besiegt wurde. Obwohl die Engländer in Überzahl spielten da der Slowene Robert Mak, einst in Diensten des „Clubs“ aus Nürnberg und nun bei Zenit St. Petersburg, wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz flog, gelang das erlösende goldene Tor erst in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Inzwischen stehen insgesamt zehn Mannschaften fest, die ihre Nationen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland vertreten werden. Neben dem Gastgeber qualifizierten sich bereits Belgien, Deutschland und England für Europa. Der Kontinent Asien wird bislang vertreten von Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und dem Iran. Des weiteren stehen Brasilien für Süd- und Mexiko für Nord- und Mittelamerika fest. Die weiteren 22 Teilnehmer werden in den nächsten Wochen ermittelt und im Dezember werden die endgültigen Paarungen der Endrunde ausgelost.

[mb/russland.NEWS]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.