Wirtschaftstag Russland auf der GlobalConnect

Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew Foto kremlin.ru
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Am 1. August 2015 sind die Sanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland vom Tisch. Wenn vorher kein einstimmiger Beschluss zur Verlängerung vom EU-Ausschuss der Ständigen Vertreter zu neuen Sanktionen gefasst wird – womit nicht zu rechnen ist – laufen die Sanktionen automatisch aus.

Darüber informierte Wolfgang Dik, Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Moskau auf dem Wirtschaftstag Russland, der am Mittwoch im Rahmen der Außenwirtschaftsmesse GlobalConnect in Stuttgart stattfand. Auch Russland kalkuliere mit diesem Zeitraum, so Dik. Die Reserven aus dem Nationalen Wohlfahrtsfonds würden ausreichen, um die betroffenen Unternehmen über diesen Zeitraum zu unterstützen. Allerdings sei der Fonds bereits von dem Ölkonzern Rosneft kräftig „angeknabbert“ – das Unternehmen erhielt eine Zuwendung von mehreren Milliarden US-Dollar. Wegen des niedrigen Ölpreises werde der Wohlfahrtsfonds momentan jedoch nicht wieder aufgefüllt. Vorrang habe der Stabilisierungsfonds, der mit sieben Prozent des BIP gefüllt sein muss, sagte Dik.

Er ermunterte die Teilnehmer, ihre Russland-Beziehungen aufrecht zu erhalten. „Wir haben die Herzen der Russen immer noch“, sagt der Botschaftsvertreter, „allerdings werden die Köpfe jetzt anders beeinflusst“. Gegenwärtig sollte man die menschliche Komponente mehr betonen, auch wenn sich das nicht unmittelbar bezahlt macht.

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