Wie das Wall Street Journal einen Cyberwar mit Russland herbeischreiben will

Foto: Tomasz_Mikolajczyk CC0 Creative Commons via Pixabay
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[von Florian Rötzer] Russland habe eine neue Front eröffnet, heißt es aus Nato-Kreisen. Angeblich greife das russische Militär nun die Smartphones der in Polen und den baltischen Staaten stationierten Nato-Soldaten an. Die Nato hat vier Bataillone mit jeweils 1000 Mann in den vier Ländern stationiert, um gegenüber Russland eine Drohkulisse aufzubauen.

Gerade ist eine größere russische Militärübung in Weißrussland beendet worden, wo aus Nato-Kreisen schon gewarnt wurde, dass am Zapad-Manöver bis zu 100.000 Soldaten teilnehmen würden. Man phantasierte auch, dass bei dieser Gelegenheit Russland in die baltischen Staaten einmarschieren und die „Suwalki-Lücke“ schließen könnten oder dass russische Soldaten in Weißrussland, ähnlich wie die Nato-Soldaten, stationiert bleiben könnten (Nato übt die Verteidigung der Suwalki-Lücke). Besonders hervorgetan hatte sich Generalleutnant Ben Hodges, der Kommandeur der US-Armee in Europa (Wer hat Angst vor dem russischen Manöver Zapad?).

Das Manöver ist zu Ende, nichts ist passiert, obgleich mächtig Angst geschürt und so getan wurde, als ob einzig Moskau seine Muskeln mit Manövern spielen lassen würde (Putins großes Manöver soll den Westen einschüchtern). Es wurde aufgetischt, dass Russland mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze aufmarschieren lässt, und suggeriert, dass auch die Übernahme der Krim – wo immerhin der große Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte ist – nach einem derartigen Manöver erfolgt sei.

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