Weshalb hetzen die US-Demokraten gegen Russland?

US-Republikaner / US-Demokraten
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[von Andre Damon] Die US-Demokraten und große Teile der Medien reagieren mit verstärkter antirussischer Hysterie auf die Entlassung von FBI-Direktor James Comey. Sie beschuldigen Trump der Zusammenarbeit mit dem Kreml, sagen aber kein Wort über seine Angriffe auf die Bevölkerung in den USA.

Trumps Hetzjagd auf Einwanderer und seine Pläne, lebenswichtige Gesundheitsleistungen abzuschaffen, Arbeits- und Umweltschutzauflagen zu streichen und die Reichen mit Steuergeschenken zu überhäufen, sind den Demokraten kaum der Erwähnung wert. Dafür ereifern sie sich in einer Weise über Russland, die – auch in der Wortwahl – an die antikommunistische Propaganda der McCarthy-Ära erinnert.

Unter dem Titel „Der Trump-Russland-Nexus“ behauptete die New York Times in einem Leitartikel vom vergangenen Freitag, Trump unterhalte ein „ungewöhnlich weit verzweigtes Beziehungsnetzwerk mit einer großen ausländischen Macht“, d. h. mit Russland. Die Zeitung fordert eine „gründliche Untersuchung, ob und wie Russland Einfluss auf die Wahl ausgeübt hat, und durch wen“.

Bei genauerem Hinsehen erweist sich das „Beziehungsnetzwerk“ als eine Reihe von Geschäftsbeziehungen und Kontakten zwischen Mitgliedern und Partnern der Trump-Familie und Vertretern der herrschenden Kreise Russlands, wie sie in der amerikanischen Wirtschafts- und Finanzoligarchie durchaus üblich sind. Als bedrohlich kann man sie nur bezeichnen, wenn man davon ausgeht, dass alles, was mit Russland zu tun hat, von vornherein böse ist.

Als Bestandteile des „Netzwerks“ aufgezählt werden Trumps Geschäftsbeziehungen zu russischen Staatsbürgern, eine Rede des ehemaligen nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn in Moskau, ein Treffen zwischen Justizminister Jeff Sessions und dem russischen Botschafter in den USA, die Geschäfte von Trumps früherem Wahlkampfleiter Paul Manafort mit einem russischen Oligarchen und prorussischen Politikern in der Ukraine sowie Geschäftsbeziehungen von Trumps Beratern Roger Stone und Carter Page.

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