Was bedeutet die Annäherung zwischen Moskau und Ankara für die Kurden?

Foto: jan Sefti CC BY-SA 2.0 via FlickrFoto: jan Sefti CC BY-SA 2.0 via Flickr
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[Von Florian Rötzer] – Bislang hat Russland die syrischen Kurden ebenso wie die USA unterstützt, das könnte sich ändern, ebenso die Haltung zum Assad-Regime.

Heute wird der russische Präsident Putin mit dem türkischen Präsidenten Erdogan telefonieren. Das Eis zwischen den beiden scheint gebrochen zu sein, nachdem der Abschuss des russischen Kampfflugzeugs an der syrisch-türkischen Grenze zu einem abrupten Abbruch der Beziehungen mit wirtschaftlichen Folgen vor allem für die Türkei und zu einer gegensätzlichen Interessenpolitik in Syrien führte. Jetzt hat sich Erdogan, der gleichzeitig mit Netanjahu, dem Hardliner aus Israel, den Konflikt beendete, sogar für den Tod des russischen Piloten entschuldigt. Das scheint eine Bedingung gewesen zu sein.

Interessant wird, wie sich nun die Politik in Syrien durch die Wiederannäherung von Moskau und Ankara verändern wird. Auffällig ist, dass Russland die Unterstützung der Assad-Truppen offenbar eingeschränkt hat, die nun wieder Schwächen offenbaren. Erdogan will Assad stürzen, Moskau aber den Marine- und Luftwaffenstützpunkt dort sichern. Bislang hat Russland die Kurden nicht angegriffen, wohl aber andere islamistische Rebellengruppen, die teils von der Türkei unterstützt werden.

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