Verwirrspiel um neue Direktorin der Petersburger Isaakskathedrale

Foto: DEZALB CC0 Public Domain via Pixabay
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[von Eugen von Arb] Am 31. Mai stellte sich Irana Vovnenko, die neue Direktorin der Isaakskathedrale vor – und bereits zwei Tage später gab sie ihren Rücktritt bekannt. Mit dieser seltsamen Rochade setzt sich das Verwirrspiel um die Zukunft der Kathedrale fort, deren Rückgabe die russisch-orthodoxe mit allen möglichen Mitteln zu erreichen sucht.

Wie Fontanka.ru schreibt, steht hinter dem Rücktritt Vovnenkos die Anweisung des Gouverneurs Georgi Poltawtschenko, eine andere Kandidatur für diesen Posten zu suchen. Ausserdem soll ihm dabei herausgerutscht sein, dass für dieses Amt nur ein Mann in Frage komme. Die Stadtregierung dementierte hinterher eine Einmischung in die Angelegenheit.

Ernennung ebenso seltsam wie Rücktritt

Noch bei ihrer Ernennung hatte sich Vovnenko in einem Interview mit Fontanka.ru entschlossen gezeigt, in der verfahrenen Situation um die Restitution der Isaakskathedrale einen Kompromiss mit der russisch-orthodoxen Kirche zu finden. Doch zwei Tage später reichte sie ihre Kündigung ein und sagte, sie sei glücklich darüber. Laut dem städtischen Kulturkomitee soll sie noch für mindestens einen Monat im Amt bleiben.

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