US-Mission bei NATO: INF gilt nur für „Einwegprodukte“Drohne MQ-1C (Warrior). Bild U.S. Army

US-Mission bei NATO: INF gilt nur für „Einwegprodukte“

US-Drohnen verstoßen nicht gegen den INF-Vertrag, da sie „wiederholt eingesetzt werden können“. Mit diesem Argument konterte die US-Mission bei der NATO in einem am Freitag veröffentlichten Dokument Russlands Forderung nach der Zerstörung von Angriffssystemen, die gegen den INF verstoßen, als da sind Mk-41 Bodenwerfer für Tomahawk-Starts, Zielraketen und Drohnen.

„Der INF setzt keine Einschränkungen bei der Entwicklung, Erprobung und Verwendung von wiederverwendbaren bewaffneten Drohnen“. Nach Angaben der USA ist der Begriff „Rakete“, der in dem Vertrag verwendet wird, nur auf „Einwegprodukte“ anwendbar, heißt es in der Replik. Im Übrigen seien nach den vorliegenden Informationen auch russische Unternehmen mit der Herstellung von Drohnen beschäftigt.

Der US-Botschafter in Russland legte keine weiteren Argumente vor bezüglich der Rechtmäßigkeit von Drohnen, die unter die technischen Parameter der INF-Kriterien fallen, so das Ministerium. Die US-Mission betonte, dass „die USA den INF vollständig einhalten“, so die Abschlusserklärung des NATO-Gipfels in Brüssel im Juli 2018.

Der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hatte Reportern am Donnerstag mitgeteilt, dass dem Militärattaché in der US-Botschaft in Moskau eine Note übergeben wurde, in der die Zerstörung von Mk-41-Bodeneinheiten vorgeschlagen wurde, die zum Abschuss von Tomahawk-Kreuzfahrtraketen bestimmt sind, ebenso Zielraketen und unbemannte Luftfahrzeugen (Drohnen), da sie alle gegen den INF-Vertrag verstoßen.

[hmw/russland.NEWS]

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