UNO engagiert sich mehr für Beseitigung von Folgen der Tschernobyl-Katastrophe

Die Vereinten Nationen wollen mit Weißrussland enger bei der Beseitigung der Folgen der Atomkraftwerkkatastrophe von Tschernobyl zusammenarbeiten. Das sagte Ad Melkert, Stellvertreter des UNO-Generalsekretärs, am Mittwoch auf der internationalen Konferenz „Tschernobyl, 20 Jahre danach“.

„Der Schrecken von Tschernobyl hat die gesamte Menschheit zusammengeschlossen. Deshalb sind alle Nationen der Welt an der Minimierung der Folgen dieses Unfalls interessiert“, äußerte Melkert.

Er erinnerte daran, dass die UNO 2005 ein Tschernobyl-Forum einberufenen hatte, bei dem eine neue Strategie der Zusammenarbeit mit Weißrussland und anderen vom nuklearen Unglück betroffenen Staaten ausgearbeitet wurde. Diese Strategie besteht aus drei Teilen: soziale und wirtschaftliche Unterstützung, Informierung der Bevölkerung über die Folgen der Katastrophe und die Ausarbeitung von Empfehlungen für die soziale und wirtschaftliche Wiederherstellung der betroffenen Gebiete, sagte Melkert.

Die Weltgemeinschaft werde den Staaten, die der Tschernobyl-Katastrophe zum Opfer gefallen sind, auch weiterhin beistehen, versicherte Melkert. „Die Tschernobyl-Zusammenarbeit hat einen neuen Stand erreicht und bietet Millionen von Menschen, die vom Unfall betroffen wurden, Chancen auf ein würdiges Leben.“