Umfrage zu INF-Vertrag: Russen halten US-Anschuldigungen für unbegründet

Umfrage zu INF-Vertrag: Russen halten US-Anschuldigungen für unbegründet

74 Prozent der Russen glauben, dass die US-Vorwürfe gegenüber Russland, den Vertrag über die Beseitigung von Zwischenstrecken- und Kurzstreckenraketen (INF) zu verletzen, unbegründet sind, berichtete RIA Novosti unter Berufung auf eine WTsIOM-Umfrage. Nur 12 Prozent der Befragten stimmen mit Washington überein. 66 Prozent unterstützen jedoch die russische Position, dass die Vereinigten Staaten den Vertrag verletzen. 18 Prozent vertreten einen alternativen Standpunkt.

Laut der Umfrage wissen 84 Prozent der Russen von der Existenz des INF-Vertrages, die restlichen 16 Prozent waren in dieser Frage nicht entschieden. 49 Prozent glauben, dass der Vertrag für die USA und die UdSSR von Vorteil war. 35 Prozent gaben an, dass nur Washington Nutzen aus dem Vertrag gezogen habe, und 5 Prozent meinten, dass er für die Sowjetunion von Vorteil war. 11 Prozent fanden es schwierig zu antworten.

Von allen Befragten hatten 74 Prozent von dem Wunsch der Vereinigten Staaten gehört, sich aus dem INF zurückzuziehen. 33 Prozent der Russen glauben, dass Russland ein größeres Interesse daran hat, den Vertrag zu wahren, und 10 Prozent glauben das für die USA. 63 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die russischen Behörden versuchen sollten, den Vertrag aufrechtzuerhalten, aber 21 Prozent sind dagegen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach der Aussetzung des INF-Vertrags durch die USA angekündigt, dass Russland ebenfalls die Beteiligung am INF-Vertrag aussetzen werde.

Man werde mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Entwicklung neuartiger Raketen auf Basis der Marschflugkörper Calibre und der Überschallraketen Zirkon beginnen.

Die Umfrage wurde am 22. Januar 2019 unter 1.600 Russen im Alter von 18 Jahren per Telefon-Interview durchgeführt.

[hub/russland.NEWS]

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