Ukraine: Visazwang entfällt für die EU, Visumpflicht gibt es für Russen

Foto: commons.wikimedia/JøMa CC BY-SA 3.0

[von Jens Mattern] Poroschenkos Prestigeprojekt kommt nur der Mittelschicht der Ukraine zugute, mit Russland verheddert sich Kiew in einem Streit um die Einführung einer Visumspflicht.

Eine kleiner Schritt für die Menschen in der Ukraine, ein größerer für die ukrainische Politik: Ab dem 11. Juni können ukrainische Staatsbürger in die EU, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein reisen. Gleichzeitig eröffnet sich ein neuer Konflikt: Kiew will demnächst für russische Staatsbürger ein Visumspflicht einführen und Moskau drohte am Mittwoch mit einem Gegenvisum.

Allein Ukrainern mit biometrischem Pass ist die Einreise erlaubt, dies sind derzeit allein 3,5 Millionen Menschen. Die Reiseerleichterung betrifft so vor allem die Mittelschicht, die sich Urlaub im Westen leisten kann oder Verwandte besuchen will oder es sind reisende Geschäftsleute. Für eine Arbeitsbewilligung muss weiterhin ein Visum beantragt werden. Innerhalb von 180 Tagen können 90 Tage in der EU und den besagten Ländern verbracht werden. Auch Kanada erwägt, die Visumspflicht für Ukrainer aufzuheben.

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