Ukraine: Nicht nur im Parlament fliegen die Fetzen

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Michail Saakaschwili – Gouverneur von Odessa, ehemaliger Präsident von Georgien und mit Haftbefehl Gesuchter – hat sich am Montag mit dem ukrainischen Innenminister Awakow auf einer Tagung des Nationalen Rates für Reformen öffentlich gestritten und Awakow hat ihm dabei ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet.

Awakow empfand die Anschuldigung Saakaschwilis, er habe und trainiere eine eigene paramilitärische Einheit auf dem Land, als eine Beleidigung. Berichte besagen außerdem, Awakow und Premierminister Jazenjuk wollten Saakaschwili aus dem Land haben.

Saakaschwili: „Er nahm sich nicht nur das Recht heraus, mich mit obszönen Reden zu beleidigen, er drohte mir sogar. Und Awakow kontrolliert paramilitärische Einheiten. Angeblich hätte ich Milliarden [Hrivynas] gestohlen und ich solle aus seiner ukrainischen Heimat verschwinden.

Zu Ministerpräsident Jazenjuk, der ihn einen „Wanderkünstler“ genannt hat, meinte er, „Ich werde hier nicht weggehen, gehen Sie. Ich werde nicht zulassen, dass Sie die Ukraine, die ich so leidenschaftlich liebe, berauben.“

Er behauptete, er habe mit seinen Enthüllungen über die Beteiligung des Ministerpräsidenten und seines inneren Kreises an Unterschlagungen rund um die Privatisierung des Hafens Odessa den wundesten Punkt Jazenjuks getroffen.

„Ich zweifele nicht, und das ist traurig genug, dass der Ministerpräsident an all diesen Verbindungen unmittelbar beteiligt ist“, und er hoffe, dass Poroschenko „fair und prinzipientreu“ an dieses Problem herangehen werde.
(hmw/russland.ru)