Über 23.000 suizidfördernde Webseiten identifiziert

Foto: TBIT CC0 Creative Commons via Pixabay

In den vergangenen fünf Jahren hat die russische Verbraucherschutz-Behörde Rospotrebnadzor mehr als 23.000 Webseiten herausgefiltert, die Selbstmord begünstigen oder gar die Ausübung fördern. Dies gab der Pressedienst der Internetaufsicht am Dienstag bekannt.

„Seit dem 1. November 2012 prüfte die Behörde mehr als 25.000 Links zu diesbezüglichen Internetseiten“, informierte die Pressestelle. „Bei rund 23.700 dieser Seiten fand man Informationen über Wege Suizid zu verüben bis hin zu Aufrufen Selbstmord zu begehen.“

„Im Rahmen der zwischenbehördlichen Zusammenarbeit kooperiert Rospotrebnadzor aktiv mit den Strafverfolgungsbehörden, um umgehend Informationen über Communities und Gruppen zu erhalten, die das Selbstmordverhalten bei Kindern und Jugendlichen online fördern“, so die Erklärung.

Berichten zufolge hat die russische Telefon-Aufsichtsbehörde den Zugang zu mehr als 275.000 Webseiten gesperrt, seitdem vor fast fünf Jahren ein entsprechendes Gesetz über den Zugang zu Websites mit verbotenen Informationen in Kraft getreten ist.

Rund 97.000 Webseiten wurden auf der Grundlage von gerichtlichen Entscheidungen blockiert, die verfügten, dass die darin enthaltenen Informationen in Russland verboten waren. Darüber hinaus wurden mehr als 70.000 Websites untersagt, die den Drogenkonsum förderten, über 43.000 Seiten die illegale Glücksspiele verbreiteten sowie mehr als 38.000 Plattformen, die Kinderpornographie enthielten.

[hub/russland.NEWS]