Syrien-Konferenzen: Den Druck auf Russland erhöhen, die Opposition stärken

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[Von Thomas Pany] – Der britische Außenminister Boris Johnson gibt den Beißer. Er kritisiert den mangelnden Willen im Westen zu militärischen Interventionen.

Über Wochen wurde die Öffentlichkeit in den USA, in Großbritannien, in Frankreich, Italien und in Deutschland mit herzzerreißenden Bildern von blutenden Kindern, die aus Trümmern gerettet wurden, konfrontiert. Täglich wurde die Zerstörung in Aleppo vor die Augen der im Wohlstand Lebenden vorgeführt, ganze Häuserzeilen, die zu Schutt zerfallen sind. Der moralische Fingerzeig in den westlichen Medien deutete stets auf die beiden Verantwortlichen, die syrische Regierung und Russland.

Das erhöht im Publikum den Druck, dass endlich etwas unternommen wird, von Politikern wird Entschlossenheit erwartet. So gab es in der Öffentlichkeit trotz des Wissens über die verhakten Abläufe in der Mördermaschinerie des syrischen Krieges doch eine vage Hoffnung, dass sich bei den beiden internationalen Treffen zu Syrien am Wochenende, in Lausanne und danach in London, ein Ausweg aus der Sackgasse zeigen würde.

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