Südsee spuckt zerstückelte Russen aus

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Die Fidschi-Inseln – Traumstrände wie auf einer Fototapete, paradiesisch einsame Eilande, ein für den Durchschnittstouristen vermeintlich unerreichbares Urlaubsparadies. Die perfekte Kulisse, um vom grauen Alltag abzulassen und von Piraten und deren vergrabenen Schätzen zu träumen. Für ein russisches Paar endete die Idylle offenbar in einem Alptraum.

Vor Kurzem fand man unweit des beliebten Touristikressorts Natadola menschliche Füße, die an den kilometerweiten Sandstrand angespült wurden. Da die Leichenteile in Netze eingewickelt und mit Gewichten beschwert waren, lag ein Mord nahe. Laut einem heutigen Bericht der „Fiji Sun“ konnte die Polizei den grausigen Fund mittlerweile einem russischen Paar zuordnen.

Ein DNA-Abgleich mit Hinterbliebenen eines verschwundenen Ehepaares in Russland brachte die Gewissheit, dass es sich bei den sterblichen Überresten um die von Juri und Natalia S. handele. Das Paar, das bereits 2011 auf die südpazifischen Fidschi-Inseln übergesiedelt war, hatte sich dort eine Farm angemietet. Die beiden betrieben auf der Insel die Farm und ein Fotogeschäft, dabei gerieten sie offenbar in finanzielle Schwierigkeiten.

Juri und Natalia S. waren vor rund drei Wochen aus ihrem Domizil verschwunden und offensichtlich ermordet, zerstückelt und anschließend in der Südsee entsorgt worden. Wie die örtliche Polizei mitteilte, fehle auf der Farm der beiden auch eine Kettensäge. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Werkzeug bei der Bluttat eine Rolle spielte.

Nun will die Polizei noch am heutigen Montag die Suche nach weiteren Überresten mit Tauchern vor dem Strand von Natadola fortsetzen.

[mb/russland.RU]

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.