Steinmeier fordert Feuerpause in Aleppo

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Außenminister Steinmeier, der zurzeit den Vorsitz der OSZE innehat, warb zu Beginn des OSZE-Gipfels in Hamburg für deren Bedeutung, denn sie sei im Augenblick die einzige Möglichkeit „Gespräche über die Grenzen“ hinweg zu führen.

Er rief Russland zur Kooperation auf und forderte aus humanitären Gründen eine Waffenruhe. Lawrow stimmte dem zu unter der Bedingung, dass die Rebellen aus Aleppo abzögen.

Der syrische Präsident sieht in den Forderungen des Westens einen Versuch der Amerikaner, den Rebellen, die in Aleppo immer mehr an Terrain verlieren und nur noch 20 bis 30 % Aleppos beherrschen, Zeit zu neuer Stärkung und Gruppierung zu verschaffen, denn das Ziel der USA sei es, wenn auch im Moment unausgesprochen, einen „regime change“ herbeizuführen.

Aus dem russischen Außenministerium verlautet, dass man mit der USA kurz vor einer Verständigung stünde, man solle jedoch keine allzu großen Hoffnungen haben, denn die Rebellen lehnen es ab, die Stadt zu verlassen, fordern aber gleichwohl eine fünftägige Feuerpause und freies Geleit für Zivilisten.
(hmw/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.