Stammen die Triebwerke für die nordkoreanischen Mittel- und Langstreckenraketen aus der Ukraine?

Foto: TV-Screenshot
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[von Florian Rötzer] Nach einem Bericht des International Institute for Strategic Studies gibt es dafür Hinweise, die Ukraine weist die Möglichkeit zurück.

Die Ukraine gerät zusammen mit Russland in die Bredouille – und das ausgerechnet im Kontext des heißen Konflikts mit Nordkorea. Wie ein Bericht des International Institute for Strategic Studies (IISS) erklärt, gäbe es Hinweise darauf, dass die schnellen Fortschritte Nordkoreas bei Mittel- und Langstreckenraketen auf einen Flüssigkeitsraketentriebwerk (LPE) von hoher Qualität zurückzuführen seien, das das Regime über den Schwarzmarkt aus Russland oder aus der Ukraine erhalten habe.

Der Autor des Berichts macht nicht Russland oder die Ukraine verantwortlich, sondern „illegale Netzwerke“. Das LPE soll auf dem sowjetischen Triebwerk RD-250 basieren, das als Antrieb für die nordkoreanischen Raketen umgebaut wurde. Erhalten habe Nordkorea die Technik innerhalb der letzten beiden Jahre, erstmals getestet sei das modifizierte Triebwerk im September 2016. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Nordkorea das Raketentriebwerk selbst entwickelt habe, das 40 Tonnen Last emporheben kann.

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